Anton Benya Stiftungsfond

Um den Facharbeiterbedarf zu decken, bildet die Firma Kostwein GmbH seit dem Jahr 1921 Lehrlinge aus. Jeder Lehrberuf kann in Kombination mit der Matura abgeschlossen werden. Außerdem bietet die Firma Kostwein unterschiedliche hausinterne Weiterbildungen und eine praxisnahe Ausbildung in der innerbetrieblichen Lehrwerkstätte an. Die Lehrlingsausbildung wurde bei Kostwein schon immer groß geschrieben, deshalb bietet Kostwein ihren Lehrlingen eine Jobgarantie nach der Lehre. Daran erkennt man, dass die Lehrlinge (zukünftige Facharbeiter) die wichtigste Ressource der Firma Kostwein sind. Eben aufgrund dieser Kriterien hat die Firma Kostwein GmbH den Hauptpreis des Anton Benya Stiftungsfonds 2018 zur Förderung der Facharbeit gewonnen.

Der Anton Benya Stiftungsfond wurde zum 60. Geburtstag von Anton Benya gegründet. Anton Benya wurde am 8. Oktober 1912 in Wien geboren. Er erlernte den Beruf des Elektromechanikers in der Firma Scheiber und Kwyasser in Wien. Er schaffte es vom Elektromechaniker im Jahre 1963 bis zum Präsidenten des ÖGB im Jahre 1987. Ihm lagen die Metaller und Bergbauarbeiter immer schon am Herzen und er setzte sich auch in seiner weit fortgeschrittenen Karriere immer noch für sie ein. Während seiner Präsidentschaft beim ÖGB wurde er auch zum ersten Präsidenten des Nationalrates Österreich gewählt. Zweck und Absicht der Stiftung ist, den Wert und die Bedeutung der Facharbeit und vor allem der manuellen Arbeit zu fördern. Außerdem geht es darum, der Öffentlichkeit einen Einblick in diese Berufe zu verschaffen, um das gesellschaftliche Ansehen dieser Arbeit zu steigern und zu fördern.

Außerordentliche Leistungen und berufliche Qualifikationen werden dabei im Wesentlichen unter folgenden Gesichtspunkten berücksichtigt:

  • Förderung und Anerkennung außergewöhnlicher beruflicher Leistungen von Lehrlingen.
  • Auszeichnungen von Fachkräften, die bedeutende Leistungen auf ihrem Arbeitsgebiet vollbracht haben.
  • Anerkennung von einzelnen ArbeitnehmerInnen oder Gruppen, die durch Ertragen eines besonderen Arbeitsleides bedeutende Leistungen für die Gemeinschaft vollbringen.
  • Auszeichnung und Unterstützung von wissenschaftlichen Untersuchungen, die das gesellschaftliche Ansehen der manuellen Arbeit erforschen und publizistische, künstlerische und wissenschaftliche Arbeiten, die das Ansehen der Facharbeit fördern.

AustrianSkills 2018

Am Wochenende des 22. bis 24. November 2018 fanden die AustrianSkills 2018 statt. In den mehrtägigen Wettbewerben traten knapp 400 Fachkräfte inklusive etlicher internationaler Gäste in 39 Bewerben gegen ihre Berufskollegen an, um ihr Können zu beweisen. Für die jeweils ersten beiden Plätze in den jeweiligen Berufen sicherte man sich die Teilnahmeberechtigung zu den WorldSkills 2019 bzw. EuroSkills 2020. Über die Besucherzahl von rund 30.000 Zuschauern freuten sich die Veranstalter sehr.

Martha Schultz (Vizepräsidentin der WKÖ) betonte, dass es eine große Freude sei zu beobachten, auf welch hohem Niveau unsere ausgebildeten Nachwuchsfachkräfte die Herausforderungen gemeistert haben. Das erfolgreichste Bundesland war mit acht Staatsmeistertiteln die Steiermark, gefolgt von Oberösterreich und Salzburg mit jeweils sechs Staatsmeistertiteln.

Nach einer kurzen offizielen Begrüßung aller Teilnehmer und Berufe wurden die Kandidaten aufgefordet, mit der ersten Aufgabe zu beginnen. Aufgrund der begrenzten Menge an Maschinen arbeiteten die Facharbeiter in zwei Schichten (Früh- und Spätschicht) an ihren Projekten. Die dafür benötigten Werkzeuge wurden bereits am Mittwoch angeliefert. Somit hatten die Teilnehmer genügend Zeit, die Arbeitsutensilien kennenzulernen. Jeden Tag galt es ein anderes Werkstück zu fertigen. Pro Fertigungsauftrag hatten die Teilnehmer 4 1/2 Stunden Zeit, die Teile zu programmieren, fertigen, messen, abrüsten und aufzuräumen.

 

Den Teilnehmern standen Tabellenbuch sowie Taschenrechner, Programmier- und Maschinenunterlagen zur Verfügung. Außerdem wurden die Kriterien von einem unabhängigen Messteam wie folgt kontrolliert bzw. bewertet:

  • Übereinstimmung mit der Zeichnung (subjektiv)
  • Oberflächengüte (objektiv)
  • Hauptmaße (objektiv)
  • Nebenmaße (objektiv)
  • Materialverbrauch (objektiv)

Aus dem Kostwein Team traten 3 Facharbeiter bei den AustrianSkills an: Julian Krug (Fräsen), Jan-Phillip Lecocq (Fräsen) und Christopher Runda (Drehen)

Alle drei waren bereits mehrere Monate im vorhinein mit der Vorbereitung beschäftigt. Eine besondere Herausforderung stellte sich für Herrn Runda. Trotz des zusätzlichen Drucks als erster Mitarbeiter der Firma Kostwein bei solch einem Wettbewerb in der Kategorie Drehen mitzumachen, erreichte er 695/800 Punkten

Julian Krug konnte mit seinen Fähigkeiten überzeugen und erreichte den 2.Platz im Fräsen und konnte sich so für die EuroSkills 2020 in Graz qualifizieren.

Jan-Phillip Lecocq erreichte mit seinen Werkstücken eine Punktezahl 687/800  in der Kategorie Fräsen.

Wir wünschen unseren Teilnehmern viel Erfolg in allen weiteren Wettbewerben und gratulieren herzlichst zum hervorragenden Ergebnis.