Die Pensionierung von unserem hoch angesehnen Lehrlingsausbilder und Gruppenleiter Herrn Reinhold Urschitz!

Im Oktober 2018 hat uns ein sehr wichtiges Mitglied unseres Teams verlassen.

Unser langjähriger Lehrlingsausbilder Hr. Urschitz ist nun in Pension und dies hat er sich mühevoll verdient, denn in seinem Leben hat er einiges geleistet.

Von 1972 bis 1976 hat Reinhold in der Maschinenfabrik Zimmer seine Lehre als Maschinenschlosser und Stoffdrucker absolviert. Von 1979 bis 1981 machte er die Werksmeisterschule und schloss sie mit Bravur ab.

              

Im Jahr 1980 wechselte er in einen neuen Betrieb namens Automation in Lind ob Velden und hat konventionell gefräst. Während seiner Tätigkeit als Maschinenbediener schloss Reinhold im Jahre 1984 die Konzessionsprüfung für das Gastgewerbe ab. Doch bereits zwei Jahre später wechselte er wieder den Arbeitgeber und Reinhold begann auf der Castel Green bei HAAF in Unterbergen zu arbeiten.

Schließlich übernahm die Firma Kostwein im Jahre 1993 die Fabrik und Reinhold wurde gemeinsam mit seinem Kollegen Herrn Jaklitsch zum Gruppenleiter für Werkzeugbau befördert. Hr. Urschitz war jetzt verantwortlich für das konventionelle Fräsen und Drehen, für das Honen, das Nutenstoßen/-ziehen, für die Schlosserei und das Finish.

Im Jahr 1998 war es dann soweit, Reinhold Urschitz übernahm die Stelle des Gruppenleiters der Lehrwerkstätte in Klagenfurt und wurde somit der Nachfolger von Benno Priessner. Hier war ähnlich viel Verantwortung zu tragen. Zu den alt bekannten Aufgaben kamen auch neue Arbeiten dazu, wie das CNC-Drehen und die Abwälzfräsmaschine.

2002 erzielte er seinen ersten großen Erfolg als Lehrlingsausbilder, Marco Harder gewann unter Reinholds Ausbildung den LION (Lehrlingspreis). Sieben Jahre später begann die Prototypenfertigung und somit auch die Umstrukturierung der Lehrwerkstätte. Im selben Jahr hat man trotzdem einiges in der Lehrwerkstätte erreicht, wie das CNC-Drehen und Fräsen auf 3, 4 und 5 Achsen und einiges mehr. Zu der Zeit waren Marco Riepl und Herbert Haslinger Schichtleiter der Lehrwerkstätte. Im späteren Zeitverlauf wurde Hr. Riepl Leiter der Lehrwerkstätte und Hr. Urschitz blieb Gruppenleiter. In weiterer Folge gewannen wir durch ausgezeichnete Zusammenarbeit und hartem Bemühen der Mentoren und Lehrlinge sehr viele Auszeichnungen, auf die wir äußerst stolz sind:

Talenteakademie Kärnten
©fritzpress
  • 2005 Teilnahme an Bundeslehrlingswettbewerben
  • 2006 Austrian Skills Teilnahme Polymechanik
  • 2008 Staatspreis bester Lehrbetrieb
  • 2010 Landeslehrlingswettbewerbe
  • 2012 Innovation meets Education
  • 2014 und 2015 Lehrling des Jahres
  • 2016 Mentor des Jahres
  • 2016 European Skills Competition Götheburg
  • 2017 World Skills Competition Abu Dhabi

Wir bedanken uns herzlichst dafür, dass Sie uns während unserer Ausbildung und auch noch danach immer unterstützt haben und Ihr großes Wissen und Ihre zahlreichen Erfahrungen mit uns geteilt haben. Ohne Sie hätten wir einiges nicht erreicht und die Lehrausbildung bei Kostwein wäre bei weitem nicht das was sie heute ist. Vielen herzlichen Dank und viel Glück und Gesundheit in der wohlverdienten Pension!

„Wirtschaft ins Klassenzimmer“

Am 25. April 2019 fand in der Neuen Mittelschule Ferlach ein Projekttag zur Berufsorientierung statt. Unsere Firma war dort durch unseren Lehrlingsausbildner Herrn Dipl. Ing. Marco Riepl und unseren Mentor Herrn Katnik Wolfgang vertreten.

Am Anfang des Projekttages gab es eine Begrüßung und eine Ansprache zum Thema „Der Arbeitsmarkt aus der Sicht eines regionalen Unternehmens: über Anforderungen, Herausforderungen und Highlights in der Arbeitswelt und im Lehrberuf“ von unserem Lehrlingsausbildner  Herrn Marco Riepl.

An den Projekten nahmen insgesamt 56 Schüler teil, somit alle 3. Klassen. Doch es waren auch andere Unternehmen anwesend:

  • Bezirksaltenwohnheim Ferlach/Rosental
  • EMK Elektrotechnik Kuternig e.U.
  • Spar AG

Während der Projektdurchläufe hatten die Schüler die Möglichkeit, praktische Arbeiten die für den Beruf notwendig sind, auszuprobieren und kennen zu lernen. Den Schülern wurde das Unternehmen grob erklärt, außerdem wurden sie über die Lehre aufgeklärt und über die Anforderungen für eine Lehrstelle informiert.

Es war ein sehr informativer, erfolgreicher, abwechslungsreicher und vor allem gelungener Tag. Wir möchten uns im Namen der Firma Kostwein bei allen Beteiligten sehr herzlich bedanken und hoffen, dass der Projekttag im nächsten Jahr auch so erfolgreich wird.

Lehrabschlussprüfung 2019

In den Monaten März und April fanden die Lehrabschlussprüfungen statt. 18 Lehrlinge der Firma Kostwein GmbH traten in drei unterschiedlichen Berufen (Prozesstechnik, Mechatronik und Maschinenbautechnik) zur sogenannten LAP an.

Die LAP wurde an zwei aufeinander folgenden Tagen an der WIFI Klagenfurt abgehalten. Am ersten Tag fanden die praktischen Prüfungen statt, bei der die Teilnehmer ihr Wissen und ihre Erfahrungen unter Beweis stellen konnten. Die theoretischen Prüfungen/Fachgespräche absolvierten die Lehrlinge am zweiten Tag.

Dank unserer anspruchsvollen Ausbildung und hilfsbereiten Mentoren schafften es unsere Lehrlinge, ein Ergebnis zu erzielen, dass sich sehen lassen kann. Von unseren 18 Teilnehmern erreichten 4 einen ausgezeichneten und 5 einen guten Erfolg.

Wir sind mit den erbrachten Leistungen unserer zukünftigen Facharbeiter sehr zufrieden und stolz. Wir wünschen ihnen weiterhin viel Glück und Erfolg auf ihrer zukünftigen beruflichen Laufbahn!

Tag der offenen Tür in der PTS Feldkirchen 2019

Am Donnerstag, den 24. Jänner 2019 fand in der PTS Feldkirchen ein Tag der offenen Tür statt. Das Ziel war, den Jugendlichen einen kurzen Einblick in die Berufswelt zu geben.

 

Neben unserer Firma nahmen auch verschiedene andere Firmen teil, die eine Einsicht in den Berufsalltag geben wollten. Die Schüler konnten bei einem Stationsbetrieb die verschiedenen Lehrberufe kennenlernen.

 

Nach der Präsentation über unsere Firma durch unseren Lehrlingsausbildner Marco Riepl durften die ca. 370 Schüler ihr handwerkliches Können unter Beweis stellen. Beim Gewindebohren und Messen konnten sich die Schüler ein genaueres Bild unserer alltäglichen Arbeit machen.

 

Natürlich nahm Herr Riepl auch Verstärkung mit. Unsere zwei Lehrlinge Matthias Murer (der auch bei uns in der Lehrlingsredaktion dabei ist) aus dem ersten Lehrjahr und Florian Albrecht, ebenfalls aus dem ersten Lehrjahr, unterstützen ihn. In den 30 Minuten pro Station hatten die jungen Besucher auch Zeit Fragen zu stellen, die ausführlich beantwortet wurden.

Wir freuen uns auf’s nächste Mal !!

1. Kärntner Lehrlingsmesse

Als vollen Erfolg kann man die erste Kärntner Lehrlingsmesse bezeichnen, die vom 31.01. bis 02.02.2019 stattfand. Die insgesamt 5.500 Besucher konnten sich an den verschiedensten Stationen einen großen Überblick verschaffen. Damit der Wert der Fachkräfte und der Lehre steigt, haben die Kronen Zeitung und die Klagenfurter Messe mit mehreren Institutionen und Leitbetrieben des Landes „Die Kärntner Lehrlingsmesse 2019“ gegründet.

    

Die Hands-On-Stationen der Industrie Kärnten waren mit Abstand die meist besuchten Bereiche. Dort konnten die zukünftigen Lehrlinge selbst Hand anlegen z.B. beim Löten, Schrauben oder Feilen. Auch viele weibliche Interessentinnen bewiesen ihr Können, indem sie mit ihrer Genauigkeit und Logik in technischen Bereichen punkteten.

    

Einer der Gründe für die Lehrlingsmesse ist das barrierefreie Reden zwischen den jetzigen und angehenden Auszubildenden. Deshalb waren auch einige unserer Lehrlinge vor Ort, um die Lehrberufe näherzubringen. Unsere beiden Lehrlinge Matthias und Sukhmandeep konnten den Nachwuchsfacharbeitern einen Einblick in das Entgraten, Bohren, Senken, Gewindeschneiden und Beschriften verschaffen. Sie durften selbst ran ans Werk, in dem sie unsere vorgefertigten Schlüsselanhänger fertig stellten. An unserem Stand gab es auch eine Programmierstation. Die auszubildende  Stefanie erläuterte die Grundbefehle der CNC-Programmierung. Auch einige unserer Werkstücke waren ausgestellt, damit man sich einen Überblick über unsere Grundausbildung schmieden konnte.

Für detaillierte Auskünfte bezüglich einer Lehre bei Kostwein oder über die Lehrberufe selbst standen Marco Riepl (Lehrlingsausbilder), Michael Schrott-Kostwein (Human Resources) und Wolfgang Katnik (Mentor) zur Verfügung.

    

 

Inhouse Training Zeit- und Selbstmanagment

Am Donnerstag den 21. Februar 2019 fand in der zweiten Halle des Headquater in Klagenfurt Tessendorf die Schulung Zeit- und Selbstmanagment für das vierte Lehrjahr statt.

Wieso hatten wir diese Schulung fragt ihr euch?
Da wir (Chiara Schoby und Phillip Schuster mit den restlichen Lehrlingen des vierten Lehrjahres) bald die LAP – Lehrabschlussprüfung – haben, wurde uns von der Firma diese Schulung angeboten. Diese hatte das Ziel, dass wir unsere Zeit für die erwähnte LAP  besser einteilen können. Uns wurden verschiedene Lernmethoden näher gebracht, damit wir uns einfacher und organisierter für die LAP vorbereiten können.

 

Wer hat diese Schulung mit uns gemacht?
Zwei Beauftragte des BFI kamen extra zu uns in die Firma, um uns ihr Wissen näherzubringen.

Was lernten wir genau?
Es war ein kleiner Workshop, das heißt, die Vortragenden gaben uns ein Thema vor und wir hatten dann kurz Zeit, manchmal 10 min, manchmal 45 min, uns Gedanken über dieses Thema zu machen, sei es selbständig oder in der Gruppe. Bei manchen Themen sollten wir nur unsere „Gedanken“ auf einen Zettel schreiben, bei manchen sollten wir aber auch eine kleine Präsentation vorbereiten, die wir dann vor der ganzen Gruppe vorstellen mussten.

 

Im Großen und Ganzen war es eine sehr hilfreiche Schulung, da man sehr viele Informationen mitnehmen konnte, die man sicher auch gut bei der LAP einsetzen kann. Wir sind sehr dankbar, dass uns die Firma so eine Schulung ermöglicht hat. Ein großes Danke gilt auch den zwei Vortragenden des BFI!

Wir sind Vizestaatsmeister!

Am 7.Jänner 2019 erschien in der Zeitung „Klagenfurter“ der Artikel
Wir sind Vizestaatsmeister“.

Julian Krug erreichte im November bei den Staatsmeisterschaften im CNC-Fräsen den 2. Platz. Dadurch schaffte er es nicht nur, sich für die EuroSkills 2020 in Graz zu qualifizieren, sondern er zog auch die Aufmerksamkeit der Klagenfurter Zeitung auf sich.

Auch unsere Lehrwerkstätte wird in diesem Bericht erwähnt, durch die Julian seine Fähigkeiten erlangt hat. Unser Lehrlingsausbilder Marco Riepl wurde auch bezüglich der Lehrlingsausbildung interviewt und im Artikel erwähnt.

Bei Interesse könnt Ihr den vollen Bericht
„So sehen präzise Sieger aus!“ HIER lesen.

Wir wünschen unserem Vizestaatsmeister auch in der Zukunft viel Erfolg!

Abschlussprojekt des 4. Lehrjahres (Prozesstechnik) in Villach

Phillip Schuster und Chiara Schoby, zwei Mitglieder der Lehrlingsredaktion, besuchten heuer mit ihren Kollegen aus dem vierten Lehrjahr zum ersten Mal die Berufsschule in Villach. Im Jahr 2018 wurde die Ausbildung der Prozesstechniker von St.Veit nach Villach verlegt. Dies brachte sehr viele Veränderungen und im letzten Schuljahr noch ein wenig zusätzlichen Stress.

Im Laufe der vierten Klasse wurde den Schülern die Aufgabe gestellt, ein Abschlussprojekt auszuarbeiten. Dabei bildete die ganze Klasse (18 Schüler) ein Projektteam. Das Team wurde in vier Gruppen aufgeteilt. Dabei widmete sich jede Gruppe einem anderen Thema. Eine Gruppe schenkte ihre Aufmerksamkeit dem Qualitätsmanagement und der Gestaltung der Präsentation, wobei sich die anderen Gruppen mit den Themen Kalkulation, CNC-Programmierung und Konstruktion beschäftigt haben. Die unterschiedlichen Teams strebten in enger Zusammenarbeit gemeinsam einem Ziel entgegen. Der Plan war es, einen verstellbaren Schraubenschlüssel zu konstruieren und dabei jeden Arbeitsschritt zu planen, durchzuführen und zu dokumentieren.
Die Arbeitsschritte waren:

Konstruktion und Technische Dokumentation

Arbeitsplanung und Fertigungsplanung

CNC Programme und Fertigung

Berechnungen

Kostenkalkulation

Qualitätsmanagement

Fotodokumentation

Der Schraubenschlüssel bestand aus drei Teilen: dem festen Backen, dem beweglichen Backen und der Griffhülse. Die Werkstücke wurden auf den konventionellen Maschinen vorbearbeitet. Die Feinheiten übernahmen danach die CNC-Maschinen. Es wurden genaue Kräfteberechnungen durchgeführt und Bezugskosten wie Produktionskosten berechnet.

In der letzten Schulwoche präsentierte die Klasse ihr Projekt. An der Präsentation nahmen zahlreiche Zuschauer teil, darunter war auch die Direktion der Berufsschule Villach und die Lehrer der jeweiligen Klassen. Das Projekt wurde auf Deutsch und Englisch vorgetragen und war ein voller Erfolg!

Die Lehrlinge des vierten Lehrjahres bedanken sich bei den LehrerInnen, Ing. Alfred Madrutter, Ing. Wolfgang Schöller und Astrid Golob-Schatzmayr für die Unterstützung und den Elan bei allen Aufgaben und Tätigkeiten.

Interne Schulungen 3. Lehrjahr 2018

Heuer ist es wieder soweit!

Wie schon die Jahre zuvor, treffen sich die Lehrlinge aus dem dritten Lehrjahr gemeinsam im Lehrsaal, um ihr Wissen in verschiedenen Bereichen wie Elektropneumatik, Außerhausbehandlungen, Wendeplatten und Produktionsmanagement zu vertiefen. Die Schulungen zu den Themen AHB und Produktionsmanagement wurden von unserem Lehrlingsausbilder Marco Riepl abgehalten.

Schulung 3. Lehrjahr

AHB

Jedes Material, genauer das daraus gefertigte Werkstück, egal ob Metall, Kunststoff, Keramik oder Glas, also sowohl Werkstoff organischer als auch anorganischer Natur, steht über seine Oberfläche in Wechselwirkung mit der Umgebung. Diese Eigenschaften können durch chemische, thermische und mechanische Oberflächenbehandlungen verändert werden. Diese Schulung gibt einen Einblick in die Behandlung unterschiedlicher Materialien und ihren Oberflächen, zum Beispiel Verzinken von Werkstücken um die Korrusionseigenschaften zu verändern.

Elektropneumatik

Das Thema der Elektropneumatik wurde bereits bei früheren Schulungen und in der Berufsschule angeschnitten, doch es wurde Zeit, tiefer in die Materie einzutauchen. Es wurde dabei an Schaltungen gearbeitet, die elektrisch sowie auch mit Luftdruck gesteuert werden. Die Schaltungen wurden eigens am PC konstruiert und im Anschluss am Pneumatikstand aufgebaut. Diese Weiterbildung wurde von Gernot Erlacher vorgetragen.

Schulung zur Elektropneumatik

Wendeschneidplatten

Wendeschneidplatten sind ersetzbare Werkzeugschneiden, welche die Werkzeugkosten reduzieren sollen. Es wird dabei auf die Eigenschaften, den Verschleiß, die Formen, den Verwendungszweck und die Spanbildung der Wendeschneidplatten geachtet. Diese Schulung soll dabei helfen, selbstständig das optimale Werkzeug und die optimalen Bearbeitungsparameter für die entsprechende Arbeit  zu finden und umzusetzen. Diese Schulung wurde von unserem Mentor Christian Kilzer aus der Dreherei abgehalten.

Schulung zu Wendeschneidplatten

Produktionsmanagement

Das Produktionsmanagement beinhaltet sämtliche Aufgaben zur Gestaltung, Planung, Überwachung und Steuerung eines Produktionssystems und der betrieblichen Ressourcen Mensch, Maschine, Material und Information.

Es sind zwei Ebenen vorhanden:

  • Strategisches Management:

Das strategische Produktionsmanagement beschäftigt sich mit der langfristigen Ausrichtung der Ziele des Unternehmens und der Festlegung der Fertigungsstandards.

  • Operatives Management

Das operative Produktionsmanagement beschäftigt sich mit der kurzfristigen Planung und Vorbereitung aller erforderlichen Maßnahmen zur Leistungserbringung.

Dies soll uns Lehrlingen einen besseren Einblick in die Führungsetage des Unternehmens geben.

CNC-Technik

Bei der CNC-Schulung wurden unterschiedliche Themen besprochen. Das Programmieren der Maschinen lag jedoch im Vordergrund. Zuerst wird die Form des Rohteils bestimmt. Danach wird das Programm geschrieben und die Konturen gefräst. Darauf folgend werden die weiteren Arbeitsschritte ausgearbeitet und die Arten der Bearbeitungen festgelegt. Dabei werden die Oberflächengenauigkeiten berücksichtigt und welche Parameter mitspielen. Diese Weiterbildung wurde von Friedrich Kreuzer abgehalten.

CNC-Programmieren
CNC-Schulung

Förderung der Teamfähigkeit

Zwischen den Schulungen legte man auch viel Wert darauf, die Teamfähigkeit und die Kreativität der Lehrlinge zu verbessern. Um dies zu erreichen, wurden zwei Teamspiele gespielt:

Marshmallow-Turm
Marshmallow-Turm/2
  • Marshmallow-Spaghetti-Turm

Dazu bekamen die Lehrlinge 30 rohe Spagetti, ein ein Meter langes Klebeband, einen Marshmallow und ein ein Meter langes Garn. Dabei ging es darum, wer mit den vorhandenen Materialien den höchsten Turm bauen konnte. Aber nicht nur die Höhe ist wichtig: Der Marshmallow muss ganz oben auf dem Turm angebracht werden und die ganze Struktur muss mindestens 5 Sekunden ohne jegliche Stütze (weder Hand noch Gegenstände) stehen bleiben.

Papierturm
Papierturm/2
  • Papierturm

Um dieses Projekt zu bewältigen, bekamen die einzelnen Gruppen Klebeband, dünne Blätter Karton und einen Block. Das erste Ziel jeder Gruppe war es, eine Zeichnung eines Papierturms anzufertigen, welcher auch mit den vorhandenen Materialien gebaut werden konnte. Als die Teams fertig waren, wurden die Zeichnungen getauscht und jedes Team hatte die Aufgabe, mit den zur Verfügung stehenden Materialien den Turm so exakt wie möglich anhand der Zeichnung nachzubauen.

 

 

Anton Benya Stiftungsfond

Um den Facharbeiterbedarf zu decken, bildet die Firma Kostwein GmbH seit dem Jahr 1921 Lehrlinge aus. Jeder Lehrberuf kann in Kombination mit der Matura abgeschlossen werden. Außerdem bietet die Firma Kostwein unterschiedliche hausinterne Weiterbildungen und eine praxisnahe Ausbildung in der innerbetrieblichen Lehrwerkstätte an. Die Lehrlingsausbildung wurde bei Kostwein schon immer groß geschrieben, deshalb bietet Kostwein ihren Lehrlingen eine Jobgarantie nach der Lehre. Daran erkennt man, dass die Lehrlinge (zukünftige Facharbeiter) die wichtigste Ressource der Firma Kostwein sind. Eben aufgrund dieser Kriterien hat die Firma Kostwein GmbH den Hauptpreis des Anton Benya Stiftungsfonds 2018 zur Förderung der Facharbeit gewonnen.

Der Anton Benya Stiftungsfond wurde zum 60. Geburtstag von Anton Benya gegründet. Anton Benya wurde am 8. Oktober 1912 in Wien geboren. Er erlernte den Beruf des Elektromechanikers in der Firma Scheiber und Kwyasser in Wien. Er schaffte es vom Elektromechaniker im Jahre 1963 bis zum Präsidenten des ÖGB im Jahre 1987. Ihm lagen die Metaller und Bergbauarbeiter immer schon am Herzen und er setzte sich auch in seiner weit fortgeschrittenen Karriere immer noch für sie ein. Während seiner Präsidentschaft beim ÖGB wurde er auch zum ersten Präsidenten des Nationalrates Österreich gewählt. Zweck und Absicht der Stiftung ist, den Wert und die Bedeutung der Facharbeit und vor allem der manuellen Arbeit zu fördern. Außerdem geht es darum, der Öffentlichkeit einen Einblick in diese Berufe zu verschaffen, um das gesellschaftliche Ansehen dieser Arbeit zu steigern und zu fördern.

Außerordentliche Leistungen und berufliche Qualifikationen werden dabei im Wesentlichen unter folgenden Gesichtspunkten berücksichtigt:

  • Förderung und Anerkennung außergewöhnlicher beruflicher Leistungen von Lehrlingen.
  • Auszeichnungen von Fachkräften, die bedeutende Leistungen auf ihrem Arbeitsgebiet vollbracht haben.
  • Anerkennung von einzelnen ArbeitnehmerInnen oder Gruppen, die durch Ertragen eines besonderen Arbeitsleides bedeutende Leistungen für die Gemeinschaft vollbringen.
  • Auszeichnung und Unterstützung von wissenschaftlichen Untersuchungen, die das gesellschaftliche Ansehen der manuellen Arbeit erforschen und publizistische, künstlerische und wissenschaftliche Arbeiten, die das Ansehen der Facharbeit fördern.